Odyssey Marine Exploration

Odyssey- Tauchroboter Zeus.
Das private Meeresforschungsunternehmen, das sich auf das Aufspüren, das wissenschaftliche Bearbeiten und die ökonomische Verwertung von Schiffswracks beziehungsweise deren Ladung spezialisiert hat, verzeichnet nach 2007 auch im Jahre 2008 Verluste.
Die amerikanische Aktiengesellschaft aus Tampa, Florida, weist in ihrem aktuellen Geschäftsbericht für 2008 mit 24,8 Millionen $ gegenüber 23,8 Millionen $ in 2007 eine leichte Verluststeigerung aus. Bei gleichzeitigem Umsatzrückgang von 6,1 Millionen $ in 2007 auf 4,1 Millionen $ in 2008 bedeutet dies allerdings eine leichte Erholung, die sich in einem Wertverlust der Anteile von nur noch 50 Cent gegenüber 54 Cent im Jahre 2007 ausdrückt.
Odyssey mit neuen Geschäftsfeldern
Odyssey- Präsident Greg Stemm bewertet die Entwicklung des Jahres 2008 als außerordentlich Erfolgreich. Immerhin haben die Investitionen in Technologie und systematische Wracksuche der Vergangenheit eine Reihe archäologisch interessanter und wirtschaftlich erfolgversprechender Funde gebracht. Als Beispiel sei hier der Fund von Admiral Balchins Victory genannt, der zusammen mit weiteren Funden im Rahmen des Atlas- Projektes auf die wirtschaftliche Verwertung durch Odyssey in den nächsten Jahren wartet.
Für Stemm beweisen auch die neu erschlossenen Umsatzfelder bei den Vermarktungsaktivitäten die Entwicklungsfähigkeit des Geschäftes. So hatte unter anderem die Produktion der 11- teiligen Dokumentarfilmserie „Treasure Quest“ für Discovery Channel rund 1,9 Millionen $ an Chartergebühren in die Odyssey- Kassen gespült.
Odysseys Investitionen in die Zukunft
Insgesamt verzeichneten die Betriebskosten im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang von 0,8 Millionen auf 29,1 Millionen $. Die Kosten des operativen Geschäfts und der Forschung hingegen legten um 4,3 auf 18,6 Millionen $ zu, während die Marketing- und Verwaltungskosten um 3,5 Millionen auf 9,8 Millionen $ gesenkt werden konnten.
Der Anstieg der Kosten im operativen Geschäft lassen sich unter anderem auf die Ausweitung der Prospektionstätigkeiten zurückführen, die die Charterung zusätzlicher Schiffskapazitäten notwendig machte. Zudem standen umfangreiche Werft- Wartungs- und Überholungsarbeiten am Odyssey- Forschungsschiff „Ocean Alert“ an, deren Gesamkosten die Bilanz mit rund 4,9 Millionen $ belasten.
Gewinnaussichten
Dass die archäologische Meeresforschung ein hochriskantes Geschäft ist, versteht sich von Selbst. Allein die wirtschaftliche Verwertung der gefundenen „Schätze“ hängt nicht nur von den Bergungskosten, sondern vor allem von der Möglichkeit ab, mit den jeweils zuständigen Regierungen oder Eigentümern entsprechende Verträge auszuhandeln. Insofern stellt der Fund eines mit Schätzen beladenen Schiffes noch keinen Einnahmezufluss, sondern lediglich die Option auf zukünftige Gewinne dar. Und diesbezüglich, so darf einmal salopp formuliert werden, hat Odyssey eine ganze Menge interessanter Eisen im Feuer. Um es wirtschaftlich auszudrücken, Odyssey hat derzeit Optionen in dreistelliger Millionenhöhe im Portefeuille.









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